Geld bezahlen für Nichts ist wirklich möglich. So bietet eine Firma aus München virtuelle Grundstücke in Deutschland zum virtuellen Kauf und Verkauf an. Das hört sich ziemlich verrückt an, ist es auch. Für knapp 10 Euro Mindestpreis erhält man einen ganzen Hecktar Land in Deutschland, natürlich alles nur virtuell. Nur die 10 Euro sind nicht virtuell. Der Kaufpreis ändert sich proportional zur Grundstücksgrösse, so kostet eine Grundstückserweiterung nur noch 2,50 Euro pro weiterem Hecktar.
WhatsYourPlace.de bietet das ganze mit Hilfe von Google Maps an, so dass es optisch auf jeden Fall einen ziemlich professionellen Eindruck macht, nur stellt sich die Frage für mich was man denn mit so einem Grundstück machen kann oder soll.
Die Seitenbetreiber nennen drei Kaufmotive:
- Fangrundstück
- Lieblingsort
- Geschenk
WhatsYourPlace.de erklärt das ganze genauer am Beispiel eines Geschenks:
Einem lieben Menschen seinen Lieblingsort schenken – oder einen Ort, der beide Personen verbindet. Diese Möglichkeit bietet WhatsYourPlace. Ähnlich wie bei Mondgrundstücken gibt es auch auf WhatsYourPlace eine Besitzurkunde. Der Vorteil von WhatsYourPlace: es geht um REALE Orte, so dass das Geschenk ganz individuell und passend für die jeweilige Person ausgewählt werden kann.
Die ganze Idee, genau wie die Umsetzung, finde ich hervorragend. Deshalb werde ich zukünftig meiner Familie, Freunden und Geschäftspartnern nur noch virtuelle Grundstücke schenken und bei meiner Hochzeit meiner Frau eine Besitzurkunde für ihr virtuelles Grundstück präsentieren. Ich bin sicher, dass sie sich darüber freuen wird.


Hallo Marco, für “Nichts” bezahlt auf WhatsYourPlace natürlich keiner Geld. Sonst müsstest Du mit der gleichen Argumentation Kinogängern vorwerfen, Sie hätten mit der Eintrittskarte “Nichts” erworben – ist doch der Kinofilm genauso fiktiv/virtuell wie ein WYP Grundstück. Entscheidend ist ja der Spaßfaktor, dem man aus einem Gut zieht – ein bestimmtes Grundstück auf WYP exklusiv darstellen zu können, sich mit anderen Mitgliedern auszutauschen, generiert einen Unterhaltungswert, der genauso gut/schlecht greifbar ist wie die Kinounterhaltung.
Und je nach Kaufmotivation geht es auf WYP nicht nur um Unterhaltung: Unternehmen kaufen virtuelle Grundstücke als Werbefläche. Heute hat sich jeder daran gewöhnt, dass Unternehmen teilweise viel Geld für Online-Werbung zahlen – also zB um auf (virtuellen) Internet-Seiten ein paar Pixel mit einem Banner zu belegen. Auch hier bezahlen die Unternehmen nicht Geld für “Nichts”, sondern für erwartete Klicks – und Klicks sind im Online Marketing harte Währung. WhatsYourPlace bietet Unternehmen nun durch die Verknüpfung mit realen Grundstücken eine deutlich originellere Form des Online Marketing an, wie sich auch schon an echten Beispielen zeigt: Eine Reiseplattform kauft Flughäfen, eine Job-Plattform Unis, die Linkspartei hat das Willy-Brandt-Haus gekauft.
Marketing ist aber nur ein Aspekt von WYP, im Vordergrund steht der persönliche Bezug zu bestimmten Orten. Ich glaube schon, dass sich Deine Freunde über so ein Grundstück freuen würden. Nicht empfehlen würde ich allerdings, das Schenken vollständig auf virtuelle Grundstücke zu beschränken – irgendwann möchte Deine Frau zur Abwechslung bestimmt auch etwas richtig Nützliches haben, bspw. Kochgeschirr oder einen Staubsauger
PS: Ist scherzhaft gemeint, kannst mich gerne anschreiben, wenn Du zu WYP fragen hast.
Hallo Marco, für “Nichts” bezahlt auf WhatsYourPlace natürlich keiner Geld. Sonst müsstest Du mit der gleichen Argumentation Kinogängern vorwerfen, Sie hätten mit der Eintrittskarte “Nichts” erworben – ist doch der Kinofilm genauso fiktiv/virtuell wie ein WYP Grundstück. Entscheidend ist ja der Spaßfaktor, dem man aus einem Gut zieht – ein bestimmtes Grundstück auf WYP exklusiv darstellen zu können, sich mit anderen Mitgliedern auszutauschen, generiert einen Unterhaltungswert, der genauso gut/schlecht greifbar ist wie die Kinounterhaltung.
Und je nach Kaufmotivation geht es auf WYP nicht nur um Unterhaltung: Unternehmen kaufen virtuelle Grundstücke als Werbefläche. Heute hat sich jeder daran gewöhnt, dass Unternehmen teilweise viel Geld für Online-Werbung zahlen – also zB um auf (virtuellen) Internet-Seiten ein paar Pixel mit einem Banner zu belegen. Auch hier bezahlen die Unternehmen nicht Geld für “Nichts”, sondern für erwartete Klicks – und Klicks sind im Online Marketing harte Währung. WhatsYourPlace bietet Unternehmen nun durch die Verknüpfung mit realen Grundstücken eine deutlich originellere Form des Online Marketing an, wie sich auch schon an echten Beispielen zeigt: Eine Reiseplattform kauft Flughäfen, eine Job-Plattform Unis, die Linkspartei hat das Willy-Brandt-Haus gekauft.
Marketing ist aber nur ein Aspekt von WYP, im Vordergrund steht der persönliche Bezug zu bestimmten Orten. Ich glaube schon, dass sich Deine Freunde über so ein Grundstück freuen würden. Nicht empfehlen würde ich allerdings, das Schenken vollständig auf virtuelle Grundstücke zu beschränken – irgendwann möchte Deine Frau bestimmt auch etwas richtig Nützliches haben, bspw. Kochgeschirr oder einen Staubsauger
PS: Ist scherzhaft gemeint, kannst mich gerne anschreiben, wenn Du zu WYP Fragen hast.