Die meisten Bundesländer haben den Aufbau des Digitalfunks für die deutschen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) gestartet. Zehn von ihnen – darunter Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen – bekommen dabei umfangreiche Unterstützung von T-Systems. Die Telekom-Tochter hat ein flexibles Lösungs- und Dienstleistungsangebot für den digitalen "Polizeifunk" entwickelt, mit dem sie die von den Ländern benötigten Sicherheitsnetze für den Anschluss der Funkstationen bedarfsgerecht bereitstellen und betreiben kann. Außerdem liefert T-Systems Bausteine, mit deren Hilfe Leitstellen eine abhörsichere Übertragung zu den Einsatzkräften vor Ort sicherstellen können. Neben den Polizeien nutzen künftig auch Feuerwehren, Rettungsdienste, Technisches Hilfswerk und andere Sicherheitsorganisationen die digitale Funktechnik.
Baukasten für Funknetze der Sicherheitsorganisationen
Während der Bund das zentrale Verbindungsnetz für den Digitalfunk der Sicherheitsbehörden errichtet, sind die Länder jeweils für den Aufbau der Infrastruktur in ihrem Gebiet zuständig. T-Systems bietet ihnen dafür Komponenten, die auf dem flächendeckenden Netz der Deutschen Telekom basieren und speziell an die Anforderungen des Digitalfunknetzes angepasst sind. Aus diesem "Digitalfunk-Baukasten" mieten die Länder Festnetzverbindungen, die die über das Land verteilten Sendestationen an das zentrale Verbindungsnetz anschließen. In sehr abgelegenen Regionen bieten sich als Alternative auch Richtfunkstrecken an.
Managementsystem für den Digitalfunk
Auf Wunsch unterstützt T-Systems die Bundesländer außerdem beim Errichten und beim Betrieb von Kontrollzentren. Die Kontrollzentren steuern den Betrieb der Netze und übernehmen je nach Bedarf weitere Funktionen. Beispielsweise verwalten sie die Nutzer, stellen Anwendungen bereit, ermöglichen eine Fernwartung oder speichern Daten der verschiedenen Systeme in einer zentralen Datenbank. Teilweise sind solche Funktionen in einigen Bundesländern schon vorhanden. Deshalb hat T-Systems ein modulares Digitalfunk-Management-System entwickelt, aus dem die Länder gezielt die Komponenten hinzukaufen können, die sie zusätzlich benötigen. So können sie überflüssige Neuanschaffungen vermeiden.
Doppelt genäht hält besser
Der für den Digitalfunk genutzte Standard TETRA erfüllt noch nicht die hohen Anforderungen der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben. Er verschlüsselt nur die Übertragung zwischen den mobilen Endgeräten und den Sendestationen. In Deutschland kommt daher zusätzlich eine so genannte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zum Einsatz, die den Sprach- und Datenverkehr auf der gesamten Übertragungsstrecke schützt. So kann kein Unbefugter die Informationen abrufen oder verändern. Die dafür erforderliche Chipkarten-Lösung speziell für die Endgeräte und Leitstellen entwickelte T-Systems im Auftrag und in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik.
Speziell für die Leitstellen, wo viele Gespräche zusammenlaufen und entsprechend viele Sprachkanäle parallel ver- bzw. entschlüsselt werden müssen, bietet T-Systems Server an, die bis zu 1024 Kanäle absichern können. Wichtigste Komponenten dieser Server sind PC-Steckkarten, die jeweils 64 individuelle Schlüssel aufnehmen können. Solche Mehrkanal-Kryptokomponenten bekommen nur Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben gegen Vorlage eines Bedarfsnachweises.
Über die Deutsche Telekom AG
Die Deutsche Telekom ist mit mehr als 150 Millionen Mobilfunkkunden sowie rund 39 Millionen Festnetz- und rund 17 Millionen Breitbandanschlüssen (Stand 30. September 2009) eines der führenden integrierten Telekommunikationsunternehmen weltweit. Ihre Produktmarken heißen T-Home (Festnetz-Telefonie, Breitband-Internet), T-Mobile (Mobilfunk) und T-Systems (ICT-Lösungen). Als internationaler Konzern in rund 50 Ländern und rund 260.000 Mitarbeitern weltweit (Stand 30. September 2009) hat die Deutsche Telekom 2008 mehr als die Hälfte ihres Umsatzes in Höhe von 61,6 Milliarden Euro außerhalb Deutschlands erwirtschaftet.
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