Die grosse Freemail Übersicht

Kostenlose E-Mail Adressen gibt es wie Sand am Meer. Doch was nutzt 100 GB Speicherplatz, wenn die Oberfläche Tränen in den Augen verursacht? Heute gibt es daher eine ausführliche Übersicht der aktuellen Webmailoberflächen der sogenannten Freemail Anbieter in Deutschland. Es stehen unter anderem Web.de, Yahoo Deutschland, Google Mail, Windows Live Hotmail sowie GMX zur Auswahl.

 

WEB.DE

 

 

Das Portal

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Abbildung des aktuellen Web.de Portals

Meine erste Web.de Adresse habe ich vor sehr vielen Jahren eingerichtet. Damals gab es noch eine Authentifizierung per Postweg, so dass man den Freischaltungscode erst an die Hausanschrift zugestellt bekommen hatte. “Dafür” hatte ich damals zumindest die wohl einfachste E-Mail Adresse der Welt.

 

 

E-Mail Übersicht

 

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Abbildung Freemail 6.0

Ich muss zugeben, nach längerer Nichtnutzung musste ich auf dem Web.de Portal erst nach dem Login suchen. Ziemlich versteckt, liebes Web.de Team. Vielleicht zu Recht? Begrüsst werde ich sofort in roter Schrift mit dem Hinweis, dass es 37 fehlgeschlagene Logins seit meiner letzten Anmeldung gegeben hatte. Da ich wohl die einfachste E-Mail Adresse der Welt benutze ist es kein Wunder, dass viele “scharf” auf diese Adresse sind.

Die Oberfläche ist schnell und einigermaßen übersichtlich. Die meisten beworbenen Funktionen sind jedoch erst im kostenpflichtigen Web.de Club nutzbar, welcher 5,- Euro pro Monat kostet und schon mehrere Monate im Voraus abgebucht wird. Dafür gibt es dann halt einen erweiterten Funktionsumfang – werbefrei versteht sich dann aber.

 

 

Neue E-Mail schreiben

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Abbildung “neue Nachricht schreiben”

Leider scheint es keinen RichEditor (mehr?) zu geben, so dass man Nachrichten nicht mit Textformatierungen ausstatten kann. Ehrlich gesagt kann ich mich auch gar nicht mehr erinnern ob es denn überhaupt mal möglich war. Web.de bietet auch die Möglichkeit eine eigene digitale Unterschrift einzubinden sowie die gesamte Nachricht zu verschlüsseln. Gute Idee, wenn man denn rausfindet, wie man sie entschlüsseln kann ;-)

 

 

Nachrichten lesen

web_de_posteingangAbbildung “Nachricht lesen”

 

Zu regelmässig erhält man bei Web.de dann auch Werbemitteilungen, die einem auf den kostenpflichtigen Web.de Club hinweisen. Da der Durchschnittsnutzer sicher nicht mal eben 5,- Euro im Monat für sein E-Mail Postfach ausgeben möchte, gibt es halt durchgehend gratis Testaktionen. Auf der Abbildung oben wird mir beispielsweise mit “dem Hörbuch”  von Charlotte Roche gedroht. Klar muss Web.de Geld verdienen, doch 5,- Euro empfinde ich für die angebotenen Leistungen einfach zu viel.

 

 

Adressbuch

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Abbildung des Web.de Adressbuchs

Einiges der wichtigsten Funktionen einer E-Mail Oberfläche sind neben einem übersichtlichen Posteingang vor allem (für mich) ein funktionierendes Adressbuch. Das Web.de Adressbuch ist zwar sehr schlicht, dafür aber sehr übersichtlich. Telefonnummern, Handynummern, Faxnummern, Postanschriften und mehr kann man dort abspeichern. Wenn man einige Daten mal nicht parat hat, kein Problem. Auf Knopfdruck verschickt Web.de an den neuen Kontakt eine E-Mail mit der Bitte um Vervollständigung. Unter kontakte.web.de kann man das Adressbuch schnell und einfach ohne vorherigen Login bei der Webmailoberfläche aufrufen.

 

 

Kalender

kalender Abbildung des Beta-Kalenders von Web.de

Wirklich sehr gelungen ist die neue BETA Version des Kalenders. Mit dem Wort Beta verbinde ich persönlich mittlerweile doch eher schon drittklassige Produkte. Web.de kann meiner Meinung nach den Schriftzug Beta auf jeden Fall entfernen, denn dieser braucht sich nicht verstecken. Klick, klick und fertig. Einfacher und optisch besser kann man es kaum noch machen. Der Kalender ist übrigens direkt für Web.de Kunden unter kalender2.web.de aufrufbar.

 

 

Fazit

Die Zielgruppe von Web.de kenne ich nicht. E-Mail Speicherplatz erinnert an die Ende der 80er Jahre und die extreme Werbung im Kundenbereich wirkt sehr störend. Dafür erhält man eine @web.de E-Mail Adresse und kann diese gar per POP3 abrufen. Wem das genug ist, der kann sich bei freemail.web.de anmelden. IMAP Zugriff gab es damals bei web.de kostenfrei – heute muss man dafür zahlendes Clubmitglied sein.

 

 

 

GMX

 

 

Das Portal

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Abbildung: GMX Portal

Wie Web.de (sowie 1&1) gehört auch GMX zur United Internet Gruppe. Das Hauptportal hat daher den gleichen Aufbau. Hauptunterschied: E-Mail Login rechts oben ist sehr gut zu erkennen.

 

 

E-Mail Übersicht

 

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Abbildung GMX E-Mail Ordner Übersicht

Als erstes fallen wohl die extrem großen Werbegrafiken auf. Die Ordnerübersicht geht förmlich unter. In der linken (blauen) Navigation kann man schnell auf die gewünschten Funktionen zugreifen.

 

 

Neue E-Mail schreiben

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Abbildung “Neue E-Mail schreiben” bei GMX

 

Sehr einfach gehalten. Keine Drag and Drop Funktionen, keine automatische Vervollständigung. Gut oder schlecht? Ich kann mich daran erinnern, dass ich GMX damals genau deshalb genutzt hatte. Wer eine ziemlich einfache Oberfläche mag – ist bei GMX gut aufgehoben… wenn man bei ausgehenden E-Mails Textwerbung in der Fusszeile mag.

 

 

Nachrichten lesen

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Abbildung Nachricht lesen bei GMX

 

Standard Spamschutz sowie Virenschutz ist gratis enthalten (was eine Selbstverständlichkeit sein sollte?). Für den erweiterten Funktionsumfang muss man aber zahlen – ein langes Abo wird dann allerdings notwendig.

 

 

Adressbuch

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Abbildung Adressbuch

Standardfelder wie Name, persönliche Daten sowie weitere Bereiche wie “Geschäftlich” stehen zur Auwahl.

 

 

Kalender

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Abbildung: Organizernutzung bei GMX Freemail

Kein Scherz. Wer den Kalender (bei GMX nennt es sich Organizer) nutzen will, muss mindestens 2,99 Euro pro Monat zahlen. Für die Kalendernutzung ist ein Abo von mindestens sechs Monaten notwendig. Für die fälligen 17,94 Euro bekommt man zwar eine werbefreie Oberfläche, ein SMS-Kontingent, etc. jedoch möchten einige (wenige?) doch vielleicht auch nur einen Kalender nutzen. Für 18 Euro bekommt man schon fast einen einfachen echten Organizer im Handel… digital versteht sich.

  

 

Fazit

Ich meine mich zu erinnern, dass GMX damals der bekannteste und wohl beliebteste Freemail Dienst in Deutschland war. Wer hatte eigentlich nicht eine @gmx.de oder @gmx.net Adresse gehabt? Später kamen dann auch .at und .ch hinzu und zwischenzeitlich wurde GMX auch mal in englischer Sprache für Grossbritannien angeboten. Lang ist es her. Ich kenne nur noch eine Person mit einer @gmx Adresse. Die meisten sind alle zu anderen Anbietern gewechselt. Woran liegt das? Ich denke GMX hat einfach verschlafen. Blinkende flashbasierte Werbung ist “fast schon out”. Die Nutzer möchten ihr Postfach schnell öffnen ohne riesige (wirklich RIESIGE) Werbebanner zu sehen. Mich würde nicht wundern, wenn die meisten ihre GMX Adresse von einem anderen Freemail-Anbieter aus abrufen… 

 

 

 

Yahoo Deutschland

 

 

Das Portal

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Abbildung: Yahoo Deutschland Portal

 

Yahoo Deutschland (sowie alle lokalen Yahoo Portale) bietet übersichtlich alle Dienste auf einem Blick. Zwar gibt es auch hier blinkende Werbung, jedoch ist diese gut verpackt und teilweise erst auf den zweiten Blick erkennbar. Wenn man sich auf dem Portal von Yahoo angemeldet hat, kann man direkt von dort auch erkennen ob eine neue E-Mail vorhanden ist.

 

 

E-Mail Übersicht

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Auch im persönlichen E-Mail Bereich gibt es zur Begrüssung eine Werbegrafik (bzw. in der Abbildung ein Video). Ärgerlich… wenn man keine Breitbandverbindung hat (man kann jedoch manuell und permanent auf die alte Oberfläche umstellen). Im Begrüssungsbildschirm werden aktuelle Geschehnisse angezeigt. Weltnachrichten, Sport und natürlich rechts oben auch der Wetterbericht (ist selbst für kleinste Dörfer verfügbar!). Zurück zur Werbung. Sie ist nervig. Das muss selbst ich (als Werbefan!) zugeben. Bei jeder Aktion in der Oberfläche wird neue (grosse) Werbung nachgeladen. Würde ich nach Datentransfer bei meiner Breitbandverbindung abgerechnet werden, so würde ich wohl im Leben nicht einen der hier vorgestellten Freemail Dienste nutzen.

 

 

Neue E-Mail schreiben

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Abbildung: Neue E-mail schreiben bei Yahoo

 

Bei Yahoo geht wirklich alles per Drag and Drop als ob man im Windows Explorer Texte oder Dateien verschieben möchte. Das hat den Vorteil, dass keine große Umgewöhnung für den Durchschnittsnutzer erfolgen muss. Die “Neue E-Mail schreiben” Oberfläche ist sehr übersichtlich gehalten. Keine Panik, man kann die Farben anpassen. Es stehen zur Auswahl: blau, grau, orange, violett, grün und pink. In der Abbildung sieht man die violette Oberfläche. E-Mail schreiben ist, als ob man bei Microsoft Word einen Text schreibt. Fettschrift, Kursivschrift, Farben und letztendlich auch Emoticons. Hat man eine bestehende E-Mail Adresse, welche man gerne über Yahoo nutzen möchte, so kann man diese bei Yahoo hinterlegen. Diese steht dann oben im Absenderwahlfeld zur Auswahl.

 

 

E-Mails lesen

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Abbildung “E-Mail lesen”

In der neueren Yahoo E-Mail Oberfläche werden E-Mails nicht sofort in Echtzeit angezeigt, sondern erst um einige Zeit verzögert. Dieses empfinde ich persönlich als ärgerlich, denn wenn der Yahoo Messenger bereits über den Eingang neuer Nachrichten informiert, spricht die Mailoberfläche noch immer von einem leeren Posteingang. Schreibt man E-Mails mit Yahoo Teilnehmern (egal welches Land) so wird der aktuelle Status des Nutzers angezeigt. Ist der Absender gerade online oder offline? Wenn der Kontakt online ist, könnte man so direkt per Chatnachricht (aus der E-Mail Oberfläche!) antworten und in Echtzeit plaudern. Gelesene E-Mails lassen sich (wie bei Windows-Nutzern gewohnt) bequem per Drag and Drop mit der Maus in eigene Ordner verschieben. Idiotensicher? Definitiv!

 

 

Adressbuch

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Abbildung neues Yahoo Adressbuch (zweite Generation)

Das neue Adressbuch ist noch ein wenig gewöhnungsbedürftig für mich. Ich hatte mich damals an das ältere Adressbuch gewöhnt, da es vor allem auch direkt unter address.yahoo.com aufrufbar war. Dafür ist das neue Adressbuch direkt in die Oberfläche integriert.

Hier eine Abbildung des alten Adressbuchs in der deutschsprachigen Yahoo Version:

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Kalender

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Abbildung alter Yahoo Kalender

Leider ist der Kalender noch nicht in die neue Oberfläche integriert worden und so wird beim Klick auf den Kalender der veraltete (nur von der Optik) Kalender angezeigt. Übersichtlich? Ja. Ausreichend? Auf jeden Fall. Wunschweise gibt es auch eine Benachrichtung per Sofortnachricht (im Chat) kurz vor dem Termin. Gute Idee!

 

 

Fazit

Yahoo!Mail kann ich jedem Anfänger nur empfehlen. Problem ist jedoch die Auswahl an Nutzernamen. Yahoo gibt es ja nicht erst seit gestern und die “Topnamen” sind entsprechend alle schon längst weg. So bekommt man anstatt [email protected] doch eher [email protected]. Da man jedoch auch externe POP3 Konten abrufen kann und gar als Absenderadresse diese externe Adresse angeben kann, sollte auch die Namenswahl kein Problem werden.

Toll ist die Chat-Integration, denn nun kann man auch vom Internet-Cafe aus Yahoo Messenger direkt aus der E-Mail Oberfläche nutzen – ohne Installation. Der Speicherplatz ist im Prinzip unbegrenzt.

 

 

 

Windows Live Hotmail

 

Der wohl älteste und bekannteste Freemail-Dienst von Microsoft. Damals bekannt unter HoTMaiL. Zwischenzeitlich gab es einige Namensänderungen. Da sich jedoch niemand mit der Namenswahl Windows Live Mail anfreunden konnte, heisst der Dienst nun Windows Live Hotmail.

 

 

Das Portal

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Abbildung MSN Deutschland

Nun wird es ein wenig kompliziert. Es gab (und gibt noch immer) viele “Hotmail Adressen”. @msn, @hotmail, @live @windowslive und viele, viele weitere. Das offizielle Portal wird wohl MSN für Deutschland sein oder aber home.live.com. (ich sagte bereits das es kompliziert wird). Das MSN Portal lässt sich bis auf den lokalen Wetterbericht nicht personalisieren. Die Werbung ist genau wie auf dem Yahoo Portal gut im Portal eingebaut worden. In der Mitte der Seite gibt es versteckt den Hotmail Posteingang, so dass man sich vorab schon über neue Post informieren kann.

 

 

E-Mail Übersicht

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Abbildung: Windows Live Mail Übersicht

Schon viele Millionen Konten wurden auf die neue Oberfläche umgestellt. Die neue Hotmail Oberfläche wirkt sehr frisch und ist sehr einfach zu bedienen. In der Hauptübersicht (nach der Anmeldung bei mail.live.com) gibt es einen Kurzüberblick.

 

 

Neue E-Mail schreiben

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Abbildung: Live neue E-Mail schreiben

Wie nahezu alle Microsoft-Produkte ist auch Hotmail selbsterklärend. Übersichtlich und schön bunt ist die Oberfläche zum Schreiben von neuen Nachrichten. Rechtschreibprüfung, Virusscanner und Emoticons sind eine Selbstverständlichkeit. Eine automatische Vervollständigung der Empfängeradresse macht Spass auf mehr bei Windows Live Mail. Leider gibt es derzeit wieder viele extrem grosse Werbebanner welche bei jeder Seitenaktualisierung geladen werden.

 

 

E-Mails lesen

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 Abbildung: Posteingang mit Lesebereich unten

 

Wie bei Outlook Express (und dem großen Bruder Outlook) kann man wunschweise eine automatische Vorschau der ausgewählten E-Mail anzeigen lassen. Es stehen zwei verschiedene Leseoptionen zur Verfügung. Unten sowie rechts.

 

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Abbildung: Posteingang mit Lesebereich rechts

 

E-Mails lassen sich (wie man es vom lokalen E-Mail Programm vielleicht ja kennt) mit der Maus in Sekunden direkt in Ordner verschieben.

 

 

Adressbuch

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Abbildung: Live Hotmail Adressbuch

Das Adressbuch (nennt sich Kontaktliste) ist übersichtlich gehalten. Man kann viele Daten eingeben. Es fehlt jedoch die Möglichkeit Adressen von “Drittmessengern” zu hinterlegen.

 

 

Kalender

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Abbildung: Kalender Hotmail Live

Der Kalender bietet eine Aufgabenliste, Terminerinnungen, ein Notizbuch sowie die Möglichkeit externe (freigegebene) Kalender in den eigenen Kalender einzubinden. Es fehlt jedoch Drag and Drop komplett im Kalender.

 

 

 

Google Mail

 

 

Das Portal

google-portal Abbildung igoogle.com Portal

 

Das Portal von Google (unter www.igoogle.com zu finden) ist sehr flexibel. Allerdings geht die Flexibiltät zu Lasten der Geschwindigkeit. Eine große Möglichkeit an Farbanpassungen steht nicht zu Verfügung, stattdessen kann man “Künstler-Layouts” einbinden, so dass es (eventuell) optisch ein wenig besser aussieht, jedoch die Ladezeit noch extrem verlängert wird. Es steht ein Baukastensystem zur Verfügung, so dass der Nutzer jederzeit “interessantere” Abschnitte einbinden kann. Standardmässig ist beispielsweise die aktuelle Uhrzeit, das aktuelle Wetter sowie der Posteingang ausgewählt.

 

 

E-Mail Übersicht

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Abbildung Posteingang / Übersicht

 

Die E-Mail Oberfläche ist extrem einfach gehalten. Zu Google Mails Anfangszeiten war die Oberfläche wirklich blitzschnell. Heute werden die E-Mails im Posteingang bereits im Voraus (im Hintergrund) bei Öffnung der Oberfläche geladen, so dass alles extrem langsam wird. Es stehen derzeit 7,2 GB E-Mail Speicherplatz zur freien Verfügung. Aufgepasst: Wer von einem lokalen E-Mail Programm oder einem anderen E-Maildienst Anbieter auf Google Mail umsteigt wird sich wundern, denn es gibt keine Ordner. Richtig gelesen. Die Programmierer bei Google denken, dass ein Ordner nicht flexibel genug ist. Deshalb wurden anstatt einer logisch aufgebauten Ordnerstruktur einfach nur sogenannte Nachrichtenbeschriftungen eingeführt. Dieses hat den “Vorteil”, dass man eine Nachricht auch in mehrere “Ordner” abgelegen kann. Hauptnachteil: Es wird zu schnell unübersichtlich.

 

 

Neue E-Mail schreiben

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Abbildung Neue E-Mail schreiben bei Google Mail

 

Auf dem ersten Blick sehr übersichtlich. Störend empfinde ich, dass man keine Standardschriftart festlegen kann und Nachrichtem ohne Formatierungen standardmässig in Arial oder einer ähnlichen Schriftart angezeigt werden. Google Mail bietet auch eine Rechtschreibprüfung. Dazu bedient sich Google wohl keinem “Duden” sondern der Eingabe anderer Nutzer, denn Wörter wie “Anfengä” scheint es in deutscher Sprache (hoffentlich) noch nicht zu geben. Smileys werden seit wenigen Tagen auch in der RichText Oberfläche angezeigt. Manko: Beim Datei-“Upload” gibt es keine Fortschrittsanzeige.

 

 

E-Mail lesen

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Abbildung “E-Mail lesen”

 

Die vorhergehenden Konversationen werden übersichtlich auf einer Seite dargestellt. Auf der rechten Seite sieht man die dezente Textwerbung. Durch die Textwerbung wird Google Mail teilweise finanziert, weshalb man (meiner Meinung nach) die Werbung auch nicht blockieren sollte. Wer Textwerbung schon als störend empfindet, soll sich einfach einen kostenpflichtigen Dienst ohne Werbung suchen. Drag und Drop Funktionen gibt es leider nicht bei Google Mail.

 

 

Adressbuch

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“Das erste Adressbuch, was selbstständig neue Einträge ins Adressbuch hinzufügt” wäre die Beschreibung für Googles Kontaktmanager. Bis vor kurzem wurden alle ausgehenden Empfängeradressen automatisch gespeichert – egal ob es sich um eine einmalige Anfrage handelt oder nicht. Wer ein aktuelles Adressbuch benötigte war bei Google Mail falsch aufgehoben. Mittlerweile gibt es einzige Änderung. “Fremde” werden noch immer automatisch hinzugefügt, jedoch in einer extra Gruppe einsortiert. Wer auf das Adressbuch per API (oder der mobilen Oberfläche) zugreift, sieht jedoch keinen Unterschied… sondern einfach alle Adressen auf einem Blick.

 

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Tipp: Englischkentnisse sollten vorhanden sein, denn einzelne Bereiche von Googles Mailoberfläche sind noch immer nur in englischer Sprache vorhanden.

 

 

Kalender

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Vorab: In der E-Mail Oberfläche gibt es keinen Kalender. Für den Kalender muss man sich explizit neu mit seinen Daten anmelden. Der Kalender (aufrufbar unter calender.google.com) ist wirklich sehr einfach zu bedienen und schon fast selbsterklärend.

 

 

Fazit

Google Mail bietet einen großzügigen Speicherplatz. Ob man 7 GB Speicherplatz wirklich benötigt ist eine andere Frage. Googles E-Mail Dienst befindet sich seit vielen Jahren in einer öffentlichen Testphase und wie jedes Beta-Produkt kann auch dieser Maildienst jederzeit eingestellt werden. Als Hauptadresse würde ich Googlemail deshalb nicht empfehlen, denn zu gross wäre der Aufwand einer (unnötigen) Umstellung bei Beendigung des Dienstes. Die englischsprachige Oberfläche bietet einen erweiterten Funktionsumfang als die deutschsprachige, da wir jedoch in Deutschland leben und die Landessprache in Deutschland noch Deutsch ist, gehe ich auf die englischsprachige Oberfläche an dieser Stelle nicht ein. Google Mail ist übersichtlich, jedoch fehlen Standardfunktionen. Man kann nicht mal eben eine Nachricht mit der Maus in einen Ordner verschieben. Das liegt zum einen daran, dass es gar keine Ordner gibt und keine Drag and Drop Funktionen. Wer ohne auskommt… bei www.googlemail.com kann man sich anmelden.

 

 

Alle Angaben ohne Gewähr. Stand 27. Oktober 2008

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