Wie bereits in der Presse berichtet wurde, scheint ein Call-Center Mitarbeiter, der u.a. für die Süddeutsche Klassenlotterie zuständig war, sämtliche Kundendatensätze kopiert und auf dem Markt verkauft zu haben. Datenverkauf gibt es schon seit Jahrzehnten, doch haben sich nun scheinbar einige Betroffene an die Presse gewand, da mittlerweile auch Beträge vom Girokonto – ohne Einverständnis – abgebucht wurden.
„Etwa 17.000 Datensätze mit Kontodaten von Verbrauchern sind derzeit offiziell im Umlauf“, so der Sprecher der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Als Betroffener hat man eigentlich nicht viele Möglichkeiten, denn eine Art “White-List” für Lastschriften kann man nicht erstellen lassen und so bleibt nur der regelmässige Blick auf die Kontoauszüge.
Selbstverständlich mischt nun auch die Politik eifrig mit, die ersten Politiker fordern gar ein Überdenken der Verfahren zur Lastschrifterteilung.
Was genau ist eine Lastschrift
Wikipedia schreibt: „Die Lastschrift ist ein Instrument des bargeldlosen Zahlungsverkehrs. Bei der Ausführung einer Lastschrift erteilt der Zahlungsempfänger seiner Bank (erste Inkassostelle) den Auftrag, vom Konto des Zahlungspflichtigen bei dessen Bank (Zahlstelle) einen bestimmten Geldbetrag abzubuchen und seinem Konto gutzuschreiben.“
Während vor Jahren noch eine Unterschrift des Kunden notwendig war, ist heute eine echte schriftliche Einzugsermächtigung wohl nur noch bei Behörden notwendig. Zwar geht man einen rechtsgültigen Vertrag bei einer Onlinebestellung mit Lastschrift ein, doch sollte die Bank echte „Beweise“ fordern, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Händler in Bedrängnis kommt. Wohl aus Bequemlichkeit fordern keine die wenigsten Banken „echte“ Dokumente vom Händler an – immerhin bedeutet Wartezeit ja Geldverlust – und so wird auch weiterhin Egon vom Konto seines Bekannten Fritz Geld abbuchen können. Fritz kann sich nur „schützen“ in dem er regelmässig seine Kontoauszüge überprüft und entsprechend falsche Lastschriften zurückbuchen lässt.
Selbstverständlich arbeiten Banken seit Jahren an einer digitalen Verifikations-Signatur für Lastschriften.

